Die letzten Tage war ich etwas ausgeknockt. Am Montag war ich einfach nur sehr müde, ich hatte keine Kraft irgendwas zu machen. Von daher kann ich nicht viel berichten. Es war von den Therapiestunden sehr angenehm. Vorallem die Maltherapie. Wir sollten malen was wir im Spiegel sehen. Also ich mich selber sehe. Wie immer bin ich da auch sehr ehrlich. Mein Bild war ein zerbrochener Spiegel, in dem man eine Figur sieht. Die eine Hälfte ist ein Engel, der meine gute Seite widerspiegeln soll. Der ich auch sein möchte. Diese gütige, liebe Person. Die sich mehr um andere kümmert. Die auch sozial ist und jeder einfach mag. Der Engel ist die Person, die ich auch wirklich meistens bin. Die andere Seite der Figur war ein Teufel. Er repräsentiert dieses Monster in mir. Welche ich immer weg sperre und niemals wieder ans Tageslicht kommen lassen will. Er ist all das Gegenteil von mir. Ich habe selbst Angst vor dieser Seite, da ich weiß was sie kann. Ich kann sie auch nicht steuern oder kontrollieren. Dieses Monster muss drin bleiben. Schon seine Stimme ist schlimm und lässt mich irre werden. Es ist auch die Seite  die sich die Sucht zu eigen gemacht hat. Eine gefährliche Seite. Die auch anderen Menschen weh tun kann. Leider nicht nur körperlich, sondern er schafft es auch die andere Person seelisch zu zerstören. Nicht nur zu beleidigen, sondern richtig zu vernichten.

In den Spiegel hab ich auch noch eine Maske gezeichnet. Die meine wechselnde Emotionen darstellen soll. Das ich es unter der Maske kontrollieren kann, was ich mache. Für mich hat es alles Sinn gemacht.

Am Montag hatten wir auch noch Bibliostunde. Wo und so eine Geschichte vorgelesen wird. Und wir sie interpretieren müssen. Diesmal ging es um ein Mann, der ein wunderschönes Haus hat und nun auch ein perfekten Vorgarten haben will. Es ist ein englischer Rasen. Doch auf ihn blühen immer wieder Gänseblümchen. Er hat alles versucht sie zu vernichten, aber sie kamen immer wieder. Er schrieb dann sogar ein Brief an die Regierung, die Antwortet ihm. Er soll einfach die Gänseblümchen lieben lernen. Also ist jetzt wirklich kurz gefasst. Es geht in ihr, das man auch seine eigenen Macken lieben lernen, damit man mit ihnen leben kann. Tja doch welche Macken hab ich? Da gibt es verdammt viele. Ich habe aber keine einzige erzählt, da ich es nicht möchte sie preis zu geben. Nicht das die anderen mich für verrückt halten.

Seit Montag mach ich mir auch Gedanken ob ich den Posten des Gruppensprecher abgebe. Ich habe dafür kein nerv mehr. Ich will mich lieber auf mich konzentrieren. Außerdem würde diese Position auch anderen Leuten aus der Gruppe gut tun. Damit sie aus sich raus kommen müssen. Im ersten Augenblick sieht es so aus als würde ich mich nur wieder um andere Sorgen. Aber es ist nicht so. Da mir das Amt zwar gut tut, ich es aber nicht wirklich brauche. Ich kann reden und ein Anführer sein. Das bin ich auch schon oft genug.

Naja sonst war der Montag nicht groß interessant. Dafür aber der Dienstag. Ich konnte mich da nicht wirklich beherrschen. Ich hatte einfach nur sexuellen Druck. Ich war einfach nur wuschig und konnte an nichts anderes denken. Zum Glück kann ich mit der einen Frau über alles schreiben. Wir machten übers Schreiben uns gegenseitig geil. Es war und ist wunderschön. Ich mag es wenn man seine Fantasie austoben kann. Es war verdammt gut. Selbst jetzt werde ich schon wieder etwas geil, wenn ich nur dran denke. Aber ihr geht es genauso  Ich weiß nicht was wir da gerade machen. Denn wir kennen uns noch nicht persönlich. Aber haben diese Gedanken. Ich weiß auch nicht wo das hin führt. Vielleicht ist es doch nur eine kurze Macke von mir, ein Kontrollverlust meiner Gefühle  Denn ich will doch eigentlich keine Beziehung. So wie es jetzt zwischen uns ist, ist es perfekt. Sie und ich brauchen das gerade. In der Hinsicht nutzen wir beide uns aus. Es ist echt verrückt und komisch. Keine Ahnung was das ist. Ich wünsche mir auf der einen Seite, das ich sie nie treffe. Denn ich will nicht diese Illusion zerbrechen lassen welche wir gerade haben. Denn dann würde ich nicht mich und sie verletzen. Als würden wir gerade uns einfach brauchen. Anders kann ich es nicht beschreiben. So eine Frau habe ich noch nie kennengelernt.

Aber erstmal ein anderes Thema. Heute war es auch wieder sehr interessant. In der Spielerstunde hatten wir wieder etwas übers Gehirn kennengelernt, wie wir eigentlich ticken. Es war echt lehrreich, damit könnte ich auch wieder eine Seite füllen.

Aber am wichtigsten heute war, dass ich wieder ein neuen Zimmerkollegen bekommen habe. Er scheint wirklich nett zu sein und ist auch ein Automaten Spieler. Mit ihm kann ich mich bestimmt gut austauschen. Denn die Automatensucht wird immer weniger. Es geht mehr im die Richtung online Casino und Medienabhängigkeit.

Das war es erstmal von mir. Die nächsten Tage habe ich dann auch wieder mehr Zeit zum schreiben.

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