Ich vs. Rest der Welt

Was für ein paar beschissene Tage ich hinter mir habe. Gestern bin ich dann zurück in die Klinik gefahren und habe mich gestellt. Auch wenn ich wusste das es mein Rauswurf ist. Denn ich muss zu morgen gehen. Eigentlich sollte ich heute schon gehen, doch es würde nochmal eine Ausnahme gemacht, da ich sonst durch den Feiertag nicht meine Geldkarte bekommen könnte. So sitze ich nun hier ganz einsam in meinem Zimmer und weiß nicht was ich machen soll. Mir geht es richtig mies. Das kann sich wirklich niemand vorstellen. Denn nun glaubt niemand mehr an mich oder vertraut mir das ich jetzt wirklich nicht mehr zocke. Aber allen ist es egal. Die letzten Wochen war die Klinik hier mein Zufluchtsort. Eine Umgebung die mich gestärkt hat. Egal was war hat die Gruppe oder die Therapeuten mich aufgefangen. Doch jetzt ist alles anders. Denn sie lassen mich fallen. Und so falle ich immer und immer tiefer. Nichts ist mehr da was mich auffangen kann. Ich bin am Boden zerstört. Fast jeder macht mir irgendwelche Vorwürfe. So wie heute früh schon gleich als ich meine Tablette von der Schwester abholen wollte und sie als erstes gleich sagt „sie haben die Nacht aber nicht wieder gespielt?!“, so etwas in einer Suchtklinik zu sagen ist unter aller sau. Als würde ich hier zocken  Doch damit muss ich wohl leben, das ich jetzt immer Vorwürfe erhalten werde. Wirklich von jeden einzelnen. Selbst gestern hat auch meine Therapeutin keine Worte gefunden. Sie hat mir nur geraten ein neuen Reha Antrag zu stellen. Ich hab keine Ahnung ob ich das machen werde, denn dafür ist gestern und heute einfach zu viel passiert. Selbst meine Lieblings Physiotherapeutin hat mir gesagt, dass sie nicht glaub das ich aufhören kann zu zocken. Das sie denkt ich werde es immer wieder machen. Ich noch nicht bereit war für eine Reha. Auch sie will zwar das ich wieder komme, aber keine Ahnung ob ich das kann. Es ist so beschissen alles. Auch meine Gruppe hat sich von mir abgewendet, so habe ich das Gefühl. Es redet keiner mehr mit mir oder sie ignorieren mich. Nur eine einzige redet noch mit mir. Wenigstens ein einziger Mensch wahrscheinlich auf der Welt. Es kann und wird niemand jemals verstehen was ich gerade durch mache. Wie soll man das auch können? Ich weiß es selber nicht mal. Jetzt sitz ich auf ein Haufen von Geld und bin nicht glücklich. Hab keine Ahnung wie es weiter gehen soll. Mir gehen so viele Gedanken durch den Kopf. Das ich am besten abhaue, irgendwo hin wo mich keiner kennt. Ich mich einfach in einer Hütte verschanze und mich vor dem Rest der Welt verstecke. Selbst Suizid Gedanken kommen mir so oft durch den Kopf. Denn was bringt es schon zu leben, wenn man niemanden hat. Vollkommen alleine ist und man nur von allen komisch angesehen wird. Dieser verdammte Gewinn ist das größte Unglück was mir je passiert ist. Ich werde davon zwar meine Schulden bezahlen, meine neue. Wohnung richtig schön einrichten. Mir die nächste Zeit ein billiges Auto zulegen, aber was ist dann? Denn egal was ich mach, ich werde immer alleine da stehen. So wie es mein ganzes Leben schon war. Egal was ich mache oder versuche es läuft immer auf das gleiche hinaus. Es gibt leider nur mich. Doch ich gebe mich immer wieder auf, denn ich weiß nicht wofür es sich lohnt weiter zu kämpfen. Es gibt nichts mehr. Normalerweise hatte ich immer solche tollen Pläne oder Träume doch die sind jetzt wertlos. Genauso wertlos wie mein Leben. Ich habe wirklich keine Ahnung wie es bei mir weiter gehen wird. Ich kann nur jeden wirklich sagen, fangt nie an zu zocken oder wenn ihr es tut, hört auf! Auch wenn wir Spieler immer auf der Suche nachdem großen Glück sind, werden wir es nie dadurch finden. Verlieren ist sogar die beste Lösung dabei. Dann hören einem wenigsten die Menschen noch zu, weil sie dir helfen wollen. Doch wenn du gewinnst, ist keiner für dich da. Niemand hört dir zu, niemand kann dir ein Rat geben oder sonst was. Es werden dann immer nur Vorwürfe gemacht. Man ist einfach der größte Arsch für alle. Und niemand sieht es wie ich von Tag zu Tag immer mehr breche. Und selbst nicht weiß wie es weiter gehen soll. Ob ich diesen Druck aushalten kann oder nicht. Es ist kein  Spieldruck, sondern der Druck oder besser gesagt das Verlangen akzeptiert und geliebt zu werden. Aber durch meine jetzige Situation läuft es immer weiter in die andere Richtung. Ich will nicht wohin dieser Weg führt. Besser gesagt ich will ihn nicht weiter gehen, denn ich weiß er führt in den Tod. Doch kann ich den Weg nicht verlassen, denn wenn ich umkehren will, stehen da Leute die mich nicht zurück lassen sondern immer weiter in die Ecke drängeln. In den Abgrund meiner tiefen dunklen Seele.

Ich versuch mir auch so oft vorzustellen oder zu planen wie es weiter bei mir gehen kann. Das ich zum Beispiel wirklich ein kleines Nebenerwerb auf mache, durch den Verkauf von hergestellten Sachen. Ich weiß aber nicht mal ob ich es jetzt schaffe normal weiter zu arbeiten. Doch das werde ich trotzdem machen, weil ich weiß das gewonnene Geld reicht nicht aus um ausgesorgt zu haben. Aber ich frage mich ob ich bei meiner jetzigen Arbeitsstelle aushalten werde oder mir was neues suchen soll. Zwar mach ich die Arbeit wirklich echt gerne, aber ich weiß nicht ob ich da vorwärts komme. Oder sie mich vielleicht noch weiter runter zieht als ich jetzt schon bin. Ich hab keine Ahnung ob ich es mental gerade schaffe  Weil ich normalerweise schon am Donnerstag wieder arbeiten gehen muss  Da ich aus der Klinik arbeitsfähig entlassen werde. Und mich nicht krankschreiben lassen kann, weil da durch die Krankenkasse ein richtigen aufstand macht. Doch wahrscheinlich bekomme ich erstmal 2 Tage Urlaub, so dass ich erst nächste Woche wieder anfange. Bis dahin hab ich auch hoffentlich ein klareren Kopf wieder. Denn zurzeit herrscht einfach nur Chaos und Zerstörung in ihm.

Erneuter Rückfall

In der letzten Woche ist wirklich viel bei mir passiert. Da weiß ich gar nicht wo ich anfangen soll. Das letzte Wochenende hatte ich mich mit meiner Herzdame erst getroffen. Da kam dann raus, dass sie sich für den anderen entschieden hat. Es war ein richtiger Stich ins Herz. Weil ich doch was für sie empfinde. Ich habe es probiert zu überspielen. Was mir aber nicht wirklich gelinkt. An dem Sonntag darauf hatte ich mich auch mit meiner ex beste Freundin getroffen endlich. Damit wir endlich mal reden konnten. Wie es denn jetzt überhaupt weiter geht. Aber ich hatte das Gefühl es ist ihr wirklich egal. Also ist nun nach 9 Jahren! Die Freundschaft einfach beendet. Sie stört es überhaupt nicht. Was für ein scheiß Gefühl. Also war das ganze vorletzte Wochenende für den Arsch. Mir wurde nur negative Sachen wieder gezeigt. Als wäre ich wirklich wertlos. Ein Taugenichts. Der es nur verdient hat so zu leiden. Also wurde ich wieder zu Stein. Ein Mensch ohne Gefühle und Emotionen. Ich hab es am Montag dann auch probiert mit meiner Herzdame weiter zu schreiben  aber das ging natürlich nicht gut aus. Denn wir haben entschieden das es besser ist wenn wir kein Kontakt mehr haben. In nur drei Tagen wurde mir wirklich alles wieder genommen. Ich stehe weit unter Null. Was habe ich denn jetzt noch. Ich bin wieder jemand der ich nicht sein will, doch anscheinend will die Welt genau diesen Menschen, der ich die Woche war.

Am Dienstag ging es mir dann richtig beschissen. Ich dummpatz hab meine Antidepressiva absetzen lassen. Was für eine blöde Idee. Der Tag für mich war wirklich die Hölle gewesen. Ich bereue es überhaupt mit den Venlafaxin angefangen zu haben. Denn jetzt häng ich auf denen fest. Was ich am Dienstag erlebt habe will ich wirklich kein anderen zu trauen oder wünschen. Die Absetzerscheinungen waren der Horror. Es war so schlimm das ich mich am liebsten auf die Geschlossene legen lassen wollte. Ich hatte solche starken Suizid Gedanken und noch viel mehr. Ich kann den Tag jetzt nicht ausführlich beschreiben. Das mache ich ein anderes Mal. Zumindest ging dieser Zustand bis Mittwoch Vormittag  dann hab ich endlich meine Tablette wieder bekommen und wie durch ein Wunder ging es mir richtig gut wieder. Ich war wieder ich selbst. Auch die nächsten Tage danach war alles super gelaufen. Ich hatte mich schon so sehr auf den letzten Freitag gefreut. Weil ich meine letzte Familienheimfahrt machen konnte. Und die startete wirklich richtig gut. Am Abend habe ich mich mit meinen ganzen Arbeitskollegen zum Teamabend getroffen. Es war so schön alle wieder zu sehen. Aber auch gleichzeitig war es für mich in den Augenblick eine totale Reiz Überflutung. Es war am Anfang richtig anstrengend für mich. Aber ich hab die Sache gut gemeistert und sogar echt kein Alkohol getrunken. Darauf war ich wirklich stolz. Es war ein sehr schöner Abend, bis auf den Schluß. Denn dann hat mein einer Arbeitskollege zu viel gesoffen und wollte unbedingt mit sein Auto nach Hause fahren. Wir haben uns dann gekampelt. Es war schrecklich für mich. Ich wusste nicht was ich machen sollte. Ich wollte am liebsten die Polizei anrufen. Aber ich hab es nicht getan. Es war einfach zu viel für mich. Ich sah die ganzen Bilder und Geschichten von den Alkoholikern aus meiner Klinik. Ich sollte ihn dann noch zu ein anderen Arbeitskollegen bringen. Doch das konnte ich nicht. Ich bin dann einfach gegangen. Das hätte ich schon viel früher machen sollen. Weil mich das irgendwie extrem angetrickert hatte. Als ich zuhause war, ging mir so viel durch den Kopf. Dann sah ich auf einmal diese blöde wunderino Werbung im Fernsehen. Und zack war mein Suchtgedächnis wieder da. Ich hab dann über eine Stunde mit mir gekämpft es nicht zu tun. Doch dann dachte ich das ich mich beruhigt habe und trank nun doch ein Glas Wein. Weil der so schön im Kühlschrank stand. Wäre der bloß nicht da gewesen. Denn nachdem einen Glas war ich schon wirklich betrunken. Unglaublich aber war. Dann konnte ich mich nicht mehr wehren. Erneut kam die wunderino Werbung und zack meine Sucht hat gewonnen. Die Stimme in meinen Kopf sagte zu mir, ach wo Zahl ein bissl Geld da ein. Das ist doch kein Rückfall, schließlich bist du ein Automaten Spieler. Es ist auch keine Suchtverlagerung oder so. Und was sind schon ein paar Euro. Also ließ ich mich drauf ein. Ich spielte ein wenig und dann kam das unglaubliche. Ich habe gewonnen. Ich hatte erst nur 10 euro eingezahlt und dann aber leider nochmal 40 Euro. Ich hatte gerade mal 50 Euro investiert. Und gewann auf einmal über  1200 Euro. Das wollte ich mir erst sofort auszahlen lassen. Doch ich hab nur 1000 EUR angewiesen und mit den restlichen 200 Euro weiter gezockt. Und wieder das unglaubliche nochmal ein hoher Gewinn. Ich brach die erste Auszahlung ab. Denn ich hatte mittlerweile 5000 Euro. Der Support wollte dann ein Nachweis von mir haben, bevor sie mir das Geld auszahlen. Alles gut und schön. Doch sie hätten mir die 5000 Euro zur Verfügung stellen sollen. Ich spielte natürlich weiter und auf einmal hatte ich ein mega Gewinn. Ich hatte 16000 Euro  Nun. 6000 Euro hatte ich verspielt. Die 10000 Euro wollte ich nicht anrühren. Also bin ich erstmal zu einer Freundin gegangen und hatte mich abgelenkt. Natürlich hab ich ihr davon nichts gesagt. Als ich dann Samstag Abend wieder alleine zuhause war, habe ich doch noch einmal weiter gespielt. Keine Ahnung warum. Aber über die Nacht zum Sonntag war noch etwas richtig blödes passiert. Jeder denkt jetzt bestimmt das ganze Geld ist weg, aber nein. Ich hab es geschafft 50000 Euro darauf zu machen  Das heißt jetzt endlich für mich das ich schuldenfrei bin  Denn ich hab Gesamt Schulden von 26000 Euro. Ich kann es immer noch nicht fassen. Normalerweise sollte ich mich wahnsinnig freuen. Aber es ist genau das Gegenteil. Ich fühle mich so schrecklich. Erst jetzt bin ich wieder aufgewacht. Ich realisierte es zum ersten Mal, was ich überhaupt getan habe. Ich meldete mich sofort bei zwei Leuten aus meiner Gruppe in der Klinik und erzählte ihnen alles. Ich bin gerade wieder so fertig. Am liebsten wäre ich Sonntag schon zurück gefahren, aber das ging nicht. Denn ich hatte heute früh eine Wohnungsbesichtung. Schließlich brauch ich eine Wohnung da meine ex beste Freundin mich ja zu ende des Monats raus wirft. Also hatte das definitiv Vorrang. Ich habe die Wohnung bekommen und bin jetzt im Zug auf dem Rückweg in die Klinik. Ich habe so eine Angst. Denn es war ja schon mein zweiter Rückfall. Ob die mich wieder aufnehmen oder ich dich gehen muss. Das werde ich erst in ein paar Stunden erfahren. Ich ha. Keine Ahnung wie es weiter geht. Ich muss das jetzt erstmal wieder alles aufarbeiten. Hoffentlich darf ich noch da bleiben  Alleine schaffe ich es nicht.

Die Therapie zeigt Wirkung

Bei mir ist wieder mal etwas passiert. Ich habe mich endlich mit meinem Schwarm getroffen. Das erste Mal das wir uns wirklich persönlich gesehen haben. Den ganzen Vormittag war ich wirklich aufgeregt, so aufgeregt sogar das ich mich wie ein kleiner Teenie gefühlt habe. Zwischen drin hatte ich sogar öfter den Gedanken gehabt einfach in der Klinik zu bleiben und nicht zu fahren. Weil ich einfach nicht diese Illusion zerstören wollte und meine Angst wirklich zu groß war. Doch ich habe mir vorgenommen mich immer meiner Angst zu stellen. Schließlich habe ich mich auf den Tag auch schon lange gefreut. So bin ich also heute nach Hause gefahren. Auf den Weg konnte ich mich auch schon wieder gut beruhigen und war dann wirklich sehr gelassen. Ich hatte keine Angst mehr oder sonst was. Ich war wirklich tiefen Entspannt. Als ich dann in meiner Stadt angekommen bin, hab ich für sie sogar noch eine Blume gekauft um sie zu überraschen. Doch die hab ich dann bei mir zuhause liegen lassen, als ich kurz in der Wohnung war. Das lief leider schief. Doch dann kam endlich der Augenblick. Ich sah sie endlich zum ersten Mal. Sie war sogar schöner und anmutiger als ich mir vorgestellt habe. Ich kannte sie zwar von Bildern und Video Telefonie, aber es war trotzdem noch was ganz anderes. Als ich sie wirklich sah sprach doch mein Herz auf einmal zu mir. Für sie hast du Gefühle, du hast dich nicht geirrt, aber sei vorsichtig. Innerlich habe ich wirklich gestrahlt, und war richtig happy. Doch das ließ ich mir nicht anmerken. Schließlich wollten wir uns nur treffen und eigentlich wirklich nur als Freunde. Für mich war es im Kopf auch besser so, das wir nur Freunde sind. Weil alles andere kein Sinn hätte. Mein Kopf hat es aber noch nicht mein Herz weiter gesagt. Also war ich doch von ihrer Macht gefangen. Ich versuchte es mir nicht anmerken zu lassen, weil ich nicht wusste was sie denkt oder fühlt. Also haben wir uns erstmal ein Eis geholt und sind dann eine Runde spazieren gegangen. Dabei haben wir uns Natürlich unterhalten und sind dabei zu einen schönen Fleck gegangen. Es ist sogar mein Lieblingsort gewesen. Denn ich mag diesen Ort. Er ist mitten in der Stadt und trotzdem so weit entfernt das man wirklich mitten in der Natur ist. Wo ich mich wirklich sehr wohl fühle. Ich liebe diesen Ort einfach. Nur selten war ich mit jemandem dort. Nur ab und zu mal mit ein Arbeitskollegen oder so. Aber noch nie mit einer Frau, vorallem nicht mit so einer schönen. Ich habe sie heimlich von oben bis unten gemustert. Sie war für mich wirklich traumhaft schön. Auch ihre Stimme war so lieblich. Ich genoss am Anfang wirklich jeden Augenblick mit ihr. Wir unterhielten uns auch relativ gut. Doch dann hat sie wirklich viel von der anderen Kerl erzählt. Das fand ich nicht so prickelnd, was ich ihr eigentlich auch sagte. Doch sie ist in ihn verliebt, das merkte ich sehr deutlich. Wir hatten auch über ihn viel geschrieben, aber die letzten Tage waren komisch dann. Auf einmal waren bei ihr auch alle Gefühle für mich weg, so kam es mir rüber. Das irgendwie von ein Tag auf den anderen. Ich hab auch die Vermutung das liegt an den anderen Typen. Ich bin echt eifersüchtig auf ihn. Keine Ahnung warum. Wahrscheinlich weil sie Gefühle für ihn hat und nicht für mich. Ich dachte damit kann ich umgehen. Mit ihr dann wenigstens eine richtige gute Freundschaft aufbauen. Doch jetzt bin ich mir nicht mehr sicher. Ich bin ihr trotzdem sehr dankbar.

Denn durch sie habe ich so viel gelernt. Das ich wirklich noch ein Mensch bin, in dessen Adern Blut fließt, ich Gefühle wieder kenne. Sie hat mir so viel bei gebracht, aus mir schon ein besseren Menschen gemacht. Was sie alles gar nicht weiß. Weil das alles unterbewusst passiert ist. Ich bin auch froh irgendwie das der Tag so abgelaufen ist. Denn da durch hat sie mir zwar mit Schmerz bereitet, aber Guten Schmerz. Sie hat eine Wunde von mir zu genäht. Und die Nadel tut nun mal weh. Aber es war gut so. Denn jetzt kann ich auch die anderen Wunden versorgen. Sie hat mir den Grundstein gegeben. Wie ich mit Gefühlen umgehen kann und sie verarbeite. Es war auch ein Therapieziel von mir gewesen. Mit Emotionen um zugehen, egal ob positiv oder negativ. Das kann ich jetzt dadurch gut. Denn dieser Liebeskummer so zusagen hätte ich früher mit zocken aus gefüllt. Nach so einem Treffen wäre immer mein erster Gedanke und sogar Gang in die Spielo oder Spielbank gewesen. Doch daran hatte ich nicht einmal eine Gedanke verschwendet oder das Bedürfnis gehabt. Ich konnte es wirklich ausschalten. Es war ein riesen Erfolg für mich oder ist es noch. Ich denke das hat auch was mit der ganzen Therapie zu tun und meiner letzten Erleuchtung. Ich habe mich weiter entwickelt. Endlich ein großer Schritt nach vorne in meinem zukünftigen Leben.

Ich hätte nur gehofft da sie noch mehr Wunden von mir halt. Denn sie kann es, sie hat das Talent dafür. Sie macht unterbewusst immer genau das richtige bisher. Auch wenn sie immer die Bedenken hat, daß sie mit meiner Spielsucht nicht umgehen kann oder nicht stark genug dafür ist. Es nicht aushält. Obwohl sie nichts machen muss. Sie bringt mich auch so immer weiter voran. Dank ihr entwickele ich mich. Wie sehr würde mir wünschen das es bei ihr auch so wäre. Doch das ist nicht so. Ich bring sie anscheinend nicht voran. Kann ihr nicht das geben was sie braucht. Ich weiß es wirklich nicht. Deswegen bin ich immer noch am überlegen ob es nicht wirklich besser wäre wenn wir das alles sein lassen würden. Denn meine Gefühle kann ich nicht abstellen und ihr glaub ich kein Freund sein. So was geht einfach nicht. Ich würde sie immer wieder blockieren. Ihr vielleicht im Weg stehen. Das sie nicht voran kommt. Das will ich auf keinen Fall. Also wäre sie ohne mich besser dran.

Aber die ganze Sache hat auch ein anderen guten Aspekt. Ich weiß wohin ich will, was ich will, wer ich bin.

Auch wenn ich sie will, muss ich das akzeptieren. Sonst bleibe ich auf der Stelle stehen.

Innerer Frieden

Vorgestern abend hatte ich wirklich ein Geistes Blitz gehabt. Den Nachmittag nahm ich mir die Zeit für mich selber. Zwischen drin schrieb ich wieder mit der einen schönen Frau. Wir hatten ein interessantes Thema gehabt. Da sie gerade mal wieder im Zwiespalt war was ihre Gefühle für eine gewisse Person an ging. Denn der Typ ist für sie wie eine Droge. Das kennen bestimmt viele Leute. Das es da eine Person gibt, wo man weiß das diese eigentlich wirklich Gift für einen ist und man trotzdem nicht los lassen kann. Denn egal was die Person gemacht hat, wie sehr man von ihr enttäuscht war, hängt trotzdem nicht ein das Herz an der Person. Man kann sie nicht los lassen. Egal wie schlecht es mit der geht. Doch dann erinnert man sich an die guten Zeiten. Und schon überwiegt wieder das positive  Man kann halt nicht wirklich los lassen. Es ist wirklich wie eine Hassliebe. Sie sagte dann auf einmal, dass es so wie bei mir ist mit der Spielsucht. Und nach ein paar Minuten machte es klick bei mir. Sie hatte recht.

Auf einmal löste sich eine Explosion so zu sagen in meinem Kopf aus. Es war das erste Mal in meinem Leben, dass sich fast alle Knoten in meinem Kopf auflösten was die Spielsucht anging. Ich habe mich schon so oft an diesem warum? zu Tode gegrübelt. Wieso ich eigentlich zocke. Was mit mir nicht stimmt. Jeder Süchtige stellt sich diese ganzen Fragen. Welche immer ohne Antwort bleiben. Aber jetzt auf einmal wurde mir alles klar. Endlich hab ich es verstanden. Unvorstellbar. Selbst zwei Tage später kann ich es immer noch nicht begreifen. Wieso hat es jetzt erst so wirklich klick bei mir gemacht. Bisher hab ich noch nie dran gedacht die Sucht zu vermenschlichen. Denn jetzt kann mein Gehirn endlich was damit anfangen. In dem Augenblick als ich es akzeptierte kamen mir sogar das erste Mal Tränen vor Glück in die Augen. Das kann man sich nicht vorstellen. Alles in meinem Kopf überschlug sich. Denn jetzt bin ich endlich frei. Nun kann ich wirklich alles neu aufbauen. Ich begreife nun auch was die Kindheit und alles damit zu tun hat. Wo das alles wirklich schon bei mir angefangen hat. Das ist verdammt lange her. Wenn ich mich sogar zurück erinnere spielt sogar meine aller erste Erinnerung überhaupt da mit rein. Schon als Baby wurde mir keine Aufmerksamkeit geschenkt. Wenn ich schrie oder irgendwas wollte, stellte meine Mutter mich einfach mit der Kindertrage raus auf dem Balkon. Sie packte mich zwar warm ein. Doch ich kann mich noch an die Kälte im Gesicht erinnern, mein aller erstes Bild. Ein grau weißer Himmel in der Ferne und der Wind an meinem Gesicht.

Meine Mutter ließ mich so lange draußen stehen bis ich ein schlief. Schon damals wurden also meine Bedürfnisse nicht wahrgenommen. Das ziehte sich auch durch meine ganze Kindheit. Egal welche schlimme Emotion ich hatte  wie zum Beispiel die tiefe Trauer um Blacky. Es war der Hund meiner Oma. Wir lebten damals eine Zeit bei ihr. Er war mein einziger Freund damals, der mir Zuneigung gab. Mir die Tränen weg leckte. Und eines Tages tot war, weil er vom Traktor überfahren wurde. Niemanden hatte es damals schon gekümmert wie es mir ging und heilte mein gebrochenes Herz. Der Riss ist immer noch verhanden. Eine Narbe auf der Seele.

Solche Schicksale kamen öfter bei mir vor, es entstanden so viele Narben auf meiner Seele. Alle kann ich nicht jetzt hier aufzählen. Das wären zu viele und ich würde so viele Zeilen hier schreiben. Doch das ist jetzt nicht Sinn und Zweck. Mir geht es aber um diese ganzen Narben. Das ist schon ein Grundpfeiler meiner Sucht. Mein ganzes Leben lang habe ich sie immer über sehen. Sie gar nicht wahr genommen, weil mein Herz nur aus Narben besteht. Doch dann entdeckte ich auf einmal die Automaten. Ich war mein Leben lang auf der Suche nach etwas, das den Schmerz lindert. Meine Narben versorgt und pflegt. Wenn nicht sogar heilt. Genau das gaukelte ich mir selbst vor mit den Automaten. Sie legten mir ein Pflaster oder Verband drüber. Das zocken gab mir den Anschein alles zu heilen. Obwohl es nur die Bandage darüber legte, die Narben und Wunden darunter blieben aber. Es bildete sich nur eine neue Schicht drüber. Eine Schicht die mir hilft nicht mehr verletzt zu werden. Nichts mehr an mir heran zu lassen. Dies betrieb ich zu lange, das ich es gar nicht wahr nahm mehr. Eine Illusion baute sich auf. Endlich war etwas für mich da gewesen. Es klingt zwar total bescheuert, aber ich bin meiner Sucht sogar dankbar. Das sie sich um mich gekümmert hat. Ich habe es jetzt erst verstanden, das sie mich beschützen wollte. Sie wurde nur zu stark. Denn durch diesen Schutz konnten die Wunden und Narben nicht heilen. Die Bandage drückte immer mehr drauf. Sie schnürte alles ab.

Worauf ich hinaus will ist diese Hassliebe. Die Sucht tut mir überhaupt nicht gut, sie zerstört sogar mein Leben sehr. Doch sie war und ist auch ein Teil von mir. Ich hab es verstanden sie endlich auch zu lieben, zu akzeptieren. Erst jetzt bin ich wirklich bereit die Abstinenz zu erreichen. Ich habe mein inneren Frieden gefunden. Auf einmal bin ich vollkommen ausgeglichen. Im buddhistischen würde man sagen ich habe mein Shanti erreicht.

Was ich jetzt nur machen muss, ist wirklich jede einzelne Bandage so zusagen herab zu nehmen. Nicht alle auf einmal, sonst reißt alles wieder auf. Ich kann die Narben und Wunden endlich ordentlich versorgen und packe nicht einfach mehr ein neues Pflaster drauf, wenn das Blut durch sickert.

Ich weiß nicht ob man es verstehen kann, was ich gerade mein. Warum es mir auf einmal so verdammt gut geht. Ich glücklich bin. Das kann man nicht so wirklich beschreiben. Doch für mich macht es ein Sinn und nur das zählt. Jetzt kann ich endlich nach Jahren anfangen zu leben. Richtig zu leben. Hat ja nur fast 30 Jahre gedauert. Obwohl es normalerweise eine Kleinigkeit ist. Und mir schon viel früher auffallen hätte müssen. Doch erst jetzt ist es wirklich bei mir angekommen. Lieber spät als nie.

Drückende Tage

Jetzt habe ich schon ein paar Tage nichts mehr geschrieben. Doch das will ich nachholen. Es ist auch viel passiert und ich hatte auch bedrückende Gedanken.

Es fing den Sonntag schon an, das war ein wirklich schwarzer Tag für mich gewesen. Denn am Samstag hatte ich meiner (ex) besten Freundin geschrieben, dass ich enttäuscht von ihr bin und am Sonntag morgen kam erst die Antwort drauf. Und es war irgendwie so wie ich es mir gedacht habe. Sie hat es nicht wirklich verstanden. Ich hatte auch das Gefühl, dass sie mir wieder den schwarzen Peter zu schieben will. Denn ich soll sie nur verstehen, aber ja nicht anders rum. Auch auf meine Frage wann wir mal reden wollen, kam nur die Antwort wenn ich draußen bin. Das sie ja wieder in der guten Position steht und mich unter Zugzwang stellt. Ich wieder diese Verteidigungsposition einnehmen muss oder soll. Ich hab keine Ahnung was ich wirklich denken und fühlen soll bei dieser Person. Und das alles noch hinführt. Jetzt muss sie aber mal kämpfen und nicht ich, wenn ihr die Freundschaft wichtig ist. Ich bin auf jeden Fall gespannt.

Doch das war nicht der einzige Schock an diesem Tag, sondern ich habe schlechte Nachrichten von meiner Herz Dame erfahren. Doch die will ich nicht weiter vertiefen. Sie wollte so zusagen das zwischen uns beenden, obwohl es noch nicht mal angefangen hat. Aber das kenn ich auch von mir selbst. Die Nachricht war aber trotzdem nicht schön gewesen und ich musste sie erstmal verdauen. Also betrieb ich übertrieben viel Sport. Ich wollte mich mal wieder so richtig auspowern, einfach mal wieder über meine Grenzen gehen um ein klaren Kopf zu bekommen. Das hielt mir auch richtig gut. Danach fühlte ich mich frei, ein wirklich tolles Gefühl. Sport war so wieso eine Methode um mich abzulenken. Da konnte ich es gleich ausprobieren, auch wenn ich kein Spieldruck hatte. Obwohl im Nachhinein vielleicht doch ein wenig da war. Denn früher hätte ich mich mit zocken abgelenkt. Also ist die Sucht nicht mehr so stark da, wenn ich emotional belastet werde. Mein Kopf hat schon ein anderen Weg gefunden. Was ich echt beeindruckend finde. Wenn es nur immer so bleiben würde. Zumindest als ich wieder klar denken konnte, habe ich mit der süßen kleinen Maus geschrieben. Und am Abend so zusagen fast alles wieder geklärt. Darüber bin ich echt froh. Ich habe auch das Gefühl, das wir jetzt noch ehrlicher zu einander sind und es sogar das Vertrauen gestärkt hat. Trotzdem ist es manchmal etwas komisch, was ich nicht so wirklich beschreiben kann. Es ist so ein Gefühl das es auch verdammt gut wäre einfach nur mit ihr befreundet zu sein. Weil wir schon so etwas wie eine Seelenverwandtschaft haben, da wir wirklich über alles reden können, wir uns wohl fühlen und auch dieser zusammenhalt schon da ist. In Grunde genommen sind wir auch schon sehr gute Freunde, so empfinde ich die Situation gerade zwischen uns. Damit könnte ich echt leben, wenn es so bleibt. Das nimmt auch den Druck von Beziehung weg. Denn das schreckt manchmal schon sehr ab. Es war ein schöner Tagesabschluss gewesen. Aber erstmal weiter im Text und ich komme zum Montag. Der ging genauso beschissen los wie der Tag vorher. Mein lieber ex zimmerkollege machte schon in der ersten Stunde ein extremes Fass auf. Er spielte sich wieder richtig hoch auf. In der Stunde fing er auch an mich zu beleidigen, darauf hab ich aber nicht reagiert. Diese Gruppenstunde war echt schlimm. Den ganzen restlichen Tag war ich wirklich angespannt. Diesen Typen kann ich echt nicht ab. Er zieht auch die Gruppe richtig immer wieder runter. So ein Mensch braucht man wirklich nicht. Doch ich hab mich schon wieder beruhigt. Obwohl mir jetzt jedesmal das Messer in der Hose auf geht wenn er was sagt. Ich hab versucht es die letzten Wochen zu ignorieren, doch irgendwann geht das nicht mehr. Es ist mir auch Mittlerweile wirklich zu dumm, es wird zum Kindergarten hier. Deswegen will ich mich jetzt nur noch auf mich konzentrieren und die anderen können mir egal sein. Schließlich soll ich doch etwas egoistischer sein und mal an mich denken anstatt an die anderen. Also werd ich das jetzt auch umsetzen. Ich lass mir da nicht rein reden. Weil die Gruppendynamik gerade etwas komisch ist. Das soll aber nicht mehr mein Problem sein, ich habe. Es lange genug probiert irgendwas zu retten oder zu machen. Davon hab ich die schnauze voll. Das liegt natürlich auch mit an den letzten Tagen, weil ich da die kleine Einsicht bekommen habe. Der Montag war wirklich ein langer Tag gewesen. Die Nacht habe ich auch schlecht geschlafen. Dafür war der Start in den Dienstag recht gut. Es hatte sich alles etwas abgekühlt von der Spannung her. Ich hatte aber im Gefühl das da noch was kommen würde, womit ich auch recht behielt. Doch vorher hatte mich noch etwas anderes sehr beschäftigt und extrem runter gezogen. Wir haben ein Film über Sucht gesehen. In dem der Vater Alkoholiger ist und die Tochter sich um ihn kümmert. Man hat erfahren das der Vater erst vorher eine Therapie gemacht hat. Und er schien wirklich auf den Weg der Besserung zu sein. Doch er wurde wieder schleichend rückfällig. Der ganze Film war sehr emotional und gut. Er hieß glaub ich „Zoey“. Doch das Ende war wieder erschreckend für mich .Denn solche Filme oder wie das eine Buch zeigt mir immer ein schlimmes Ende. Egal wie sehr man sich auch anstrengend, es scheint nichts zu bringen. Die Sucht gewinnt immer und es wäre besser wenn man alleine bleibt. Ich habe da das Gefühl egal was ich mache und mir gerade aufgebaut habe, stürzt sofort wieder ein. Als würde ich nur hier versuchen eine Illusion aufzubauen, obwohl es kein Zweck hat. Egal wie sehr man sich anstrengend und was man alles macht  Es gibt kein happy end. Und ich stelle wieder alles in Frage. Was ich hier überhaupt mache, was es mir bringen soll, wenn es den Anschein hat  es würde nichts bringen. Bisher kenne ich noch keine schöne Geschichte. Wie es ist mit der Abstinenz zu leben. Egal welche Ziele man sich setzt, sie werden zerstört. Es war wieder soweit das ich auch das mit meinem Schwarm wieder am liebsten beenden wollte. Weil ich ihr mein Leben nicht antun kann. Weil ich es mir vielleicht nur einrede das ich ein guter Mensch bin und es alles schaffe, aber die Realität zeigt was anderes. Damit kann ich sie nicht belasten und sie hat es auch nicht verdient. Wieder diese scheiß dummen Ängste und Gedanken schlichen sich durch den Film wieder ein. Weil er es mir mal wieder so vermittelt hat. Doch heute kann ich schon wieder an mich glauben. Und wenn mein Blog hier endlich mal das erste Mal ein anderen Süchtigen zeigt, ein Leben mit der Abstinenz wird gehen und gibt es wirklich. Das macht mir Mut, genau dieser Blog und mein eigener Ehrgeiz. Weil ich jemand bin. Ich bin eine starke Person und darf niemals die Hoffnung und den Glauben an mich selbst verlieren. Denn damit zeig ich ein Zeichen für mich und die als netter positiver Nebeneffekt helfe ich vielleicht anderen. Ich darf mit von abschreckenden Beispielen runterziehen lassen. Auch wenn das verdammt schwer ist und mir bisher noch nicht so wirklich gelingt.

Doch erstmal weiter auch mit dem Tag, natürlich gab es wieder Differenzen und Spannung in der Gruppe. Und diesmal sollte ich mit dran schuld gewesen sein sollen. Nur weil ich die letzten Tage mal wirklich nur an mich denke. Ich versteh das alles nicht mehr. Bin sogar am Zweifeln ob mir hier das sogar noch was bringt oder nicht. Einfach nicht verlängere wie geplant und gehe. Denn ich hab das Gefühl die nächsten Wochen werden schlimmer und ziehen mich runter. Bringen mich nicht voran. Sondern ich bleib immer an der selben Stelle stehen. Ich hab keine Ahnung was mit mir gerade los ist. Egal was ich mache es ist falsch. Denke ich an mich und bereite mich für draußen vor, ist es auch wieder nicht ok. Weil ich öfter am Handy bin  Doch das ist mein einziges Mittel nach draußen. Um mir endlich wieder ein soziales Umfeld auf zu bauen. Kontakte endlich wieder pflege, mir nebenbei noch eine Wohnung suche. Oder einfach mal entspannen will mit ein Film oder Musik. Aber meine Nutzung ist ja bedenklich. Schließlich mach ich alles übers Internet. Natürlich bin ich dann auch öfter dran. Doch ich will das alles nicht planlos nach der Reha machen. Dann bin ich nämlich überfordert.

Aber zurzeit soll ich ja auf die Gefühle der anderen aus der Gruppe achten, wie sonst immer. Doch niemand achtet auf meine. Das sehe ich nicht mehr ein. Darüber will auch meine Therapeutin morgen mit mir reden im Einzelgespräch. Ich bin zumindest echt gespannt. Heute hab ich wirklich mal die Zeit für mich und leg mich alleine raus in die Sonne. Um Kraft zu tanken.

Angehörigenseminar

Heute war ein komischer Tag und doch recht interessant, aber auch zu gleich sehr emotional. Denn heute fand das Angehörigenseminar statt. Das wussten wir alle schon lange. Man konnte und sollte auch seine Angehörigen einladen. Da ich aber nicht gerade viele habe, lud ich meine (ex) beste Freundin ein. Am Anfang wollte sie unbedingt kommen, doch das war vor meinen Rückfall. Inzwischen liegen wir auch in Streit oder besser gesagt schweigt sie mich an. Aber darüber hab ich schon berichtet. Ich hatte sie Anfang der Woche noch einmal gefragt ob sie nun kommt oder nicht, dass beantwortete sie mit ein klaren Nein. Das wusste ich die letzten Tage auch. Es war mir auch eigentlich egal gewesen. Doch das war es mir nicht. Ich habe heute früh gehofft und mir gewünscht das sie doch noch auftaucht. Ich wollte innerlich die Hoffnung noch nicht aufgeben. Denn ich dachte wirklich ihr liegt was an unserer Freundschaft bzw diese besondere Verbindung zwischen uns. Ich musste heute also erschreckend feststellen das meine ganzen Vermutung wohl doch stimmen. Das ich immer mehr gegeben habe als sie. Die Beziehung mir wichtiger war als ihr. Als das Seminar nun anfing verspürte ich wirklich große Enttäuschung und auch gleichzeitig ein wenig Wut. Es schmerzte mir auch sehr. Im Kopf hatte ich zwar schon damit abgeschlossen, doch emotional noch gar nicht. Auch jetzt noch nicht so wirklich.

Am Anfang vom Seminar ging es nur allgemein um die Aufklärung was überhaupt Sucht ist und die alles. Es war wirklich interessant. Nicht nur für uns sondern Rehabilitanen sondern auch für die Angehörigen. Nur bei der Vorstellung vom pathologischen Glücksspiel nicht so wirklich. Die Therapeutin die diesen Vortrag hielt war einfach nur schrecklich. Da haben wir mehr erfahren über Alkohol und Medienabhängige. Doch das ist wirklich nebensächlich. Als die ganzen Vorträge am Vormittag fertig waren, haben wir natürlich alle zusammen gegessen und danach ging es schon wieder weiter. Der zweite Teil des Seminar war aufgeteilt in Suchtentwicklung aus Psychologischer Sicht und Co Abhängigkeit.

Im ersten Teil wurde wirklich alles sehr genau erklärt. Auch ich habe etwas neues dabei gelernt. Der vortragende Therapeut machte es wirklich sehr gut. Er erklärte sogar die Zeit nach der Reha. Das wir Süchtigen wirklich aus zwei Seiten bestehen so zusagen. Einmal der Kopf und auf der anderen Seite die Emotionen, das Herz. Die Geschichte und das Beispiel dabei war richtig realistisch und ich erkannte mich selber teilweise darin. Ich möchte sie jetzt aber nicht erzählen, weil ich dabei bestimmt was vergessen würde. Das wichtigste dabei war wirklich das wir das zwar hier alles im Kopf schon verstehen und speichern und akzeptieren. Jedoch noch nicht mit den Herzen und den Emotionen. Wie war das wirklich ist. Ich merk es selbst bei der Sache mit meiner (ex) besten Freundin. Dort habe ich im Kopf wirklich schon abgeschlossen mit ihr, weiß das ich definitiv das Verhältnis beenden muss. Denn sonst schade ich mir selbst auf kurzer oder länger Sicht. Ich weiß auch noch nicht wie ich es ihr beibringen soll. Denn emotional halte ich immer noch fest. Mein Herz will nicht das es zu Ende ist, vorallem nicht ohne ihre Meinung darüber zu kennen. Obwohl es keine Rolle spielt. Mein Herz will noch nicht aufgeben. Schon für nicht süchtige Menschen ist es schwer Kopf und Herz zusammen zu bringen. Doch für Süchtige ist es wirklich noch schlimmer. Es ist sogar bewiesen. Das haben wir alles heute kennen gelernt. Einfach nur faszinierend. Ich würde jeden raten so etwas sich mal mit anzuhören. Es lohnt sich auf jeden Fall!

Nun will ich zum zweiten Teil kommen. Die Co Abhängigkeit. Das hat mich wirklich sehr stark mitgenommen. Wahrscheinlich weil ich es falsch aufgenommen habe. Doch für mich klang es wirklich so, das es besser wäre sich von einem Abhängigen zu trennen. Nur das habe ich daraus genommen. Was eigentlich totaler Mist ist. Für mich jedoch nicht. Ich ticke anders. Denn das ist meine größte Angst. Ich will nicht das sich irgendjemand um mich Sorgen oder Gedanken macht. Das jemand in die Co Abhängigkeit gerät. Das könnte ich nicht verantworten. Was ich da alles in diesem Vortrag gehört habe. Das geht einfach nicht in meinem Kopf rein. Ich will lieber alleine bleiben, niemals eine Beziehung eingehen, weil ich denke oder weiß das es meine Partnerin schaden würde. Obwohl sie damit gar nichts zu tun hätte  Denn es ist schließlich meine Krankheit. Ich kann selber auf mich achten. Ich will doch nicht ihr irgendeine Last auflegen. Ich muss doch damit leben und nicht sie. Auch wenn ich mein restliches Leben Abstinenz bleibe und für mich selber die Verantwortung übernehme. Habe ich heute gelernt, das ich es nicht beeinflussen kann was sie fühlt und denkt. Das sie sich um mich Sorgen und Gedanken macht. Es wäre rein theoretisch ihre Entscheidung. Doch ich kann niemanden so etwas antun. Ich kann es nicht verstehen warum sich jemand das an tun würde. Ich will niemanden mit mein Leben belasten. Es geht einfach nicht in meinen Kopf rein. Es geht sogar gerade wieder so weit, dass ich am liebsten diese Verbindung zwischen mir und meinem Schwarm beenden will, obwohl es noch nicht mal angefangen hat. Doch ich will nicht das sie eine Co Abhängige wird. Auch wenn ich das sehr wahrscheinlich alles falsch aufgefasst habe. Es macht mir große Angst. Denn ich will das es ihr gut geht, sie glücklich ist. Ihr alles bieten und geben kann was sie verdient hat. Für sie da sein, ihr nur die positiven Seiten des Lebens zeigen. Sie in allen Sachen unterstützen, für immer hinter ihr stehen. Sie aufbauen können, ihr Leben begleiten. Ihr Liebe, Vertrauen und Geborgenheit geben. Für sie ein Zuhause später mal schaffen. Ein Rückzugsort bieten ihr diese Nestwärme geben. Und noch viel mehr. Aber ich will nicht das sie sich Gedanken und Sorgen macht. Es ihr vielleicht irgendwann mal wegen mir schlecht geht. Das habe ich sogar heute erlebt nach den ganzen Vorträgen. Da hatten wir heute Angehörigengespräch. Also eine Gesprächsrunde mit unseren Therapeuten, den anderen Angehörigen und uns. Auch wenn bei mir keiner dabei war, habe ich mich mit rein gesetzt. Weil ich wissen wollte was die Angehörigen denken und fühlen. Ich wollte auch wissen wie sie sich das antun können, warum sie für den Abhängigen da sind. Ihn unterstützen wollen. Sie aber nicht wissen wie. Bei einigen konnte ich es nach vollziehen, da es entweder die Eltern oder Kinder waren. Das konnte ich verstehen, wenn es die eigene Familie ist. Aber für mich trifft dieser Fall nicht ein. Denn ich habe keine wirkliche Familie. Dieses Gefühl kenn ich auch irgendwie nicht. Für mich ist immer so gewesen das ich mir um andere Sorgen um die Gedanken machen darf, aber auf gar keinen Fall anders rum. Weil ich so was auch noch nicht erlebt habe wahrscheinlich. Ich bin da wirklich ein besonderer Fall. Es waren aber auch in der Runde Partner dabei. Die den Süchtigen unterstützen wollen aus Liebe. Auch wenn es für sie gerade wirklich extrem schwer ist. Sie haben mir auch versucht die andere Seite zu zeigen. Das sie immer in Gedanken so zusagen mit hier drin sind. Ich hab es wirklich nicht verstanden und verstehe es immer noch nicht. Es liegt wahrscheinlich daran, dass ich will das meine zukünftige Partnerin ihr eigenes Leben haben soll und die Sucht mein Problem ist. Darauf hin antwortete mir die eine Angehörige, das es nicht das Problem des Süchtigen ist, sondern unser Problem. Dieses wir halt. Meine Partnerin und ich, also wir müssen damit leben. Ich kenn dieses Gefühl nicht. Auch wenn ich es mir wünsche, aber jedoch anders. Ich will das zum Beispiel meine zukünftige Partnerin  und ich eine  gemeinsame Zukunft haben, das wir alles schaffen. Egal was, aber nicht meine Sucht. Dafür bin ich immer alleine verantwortlich. Ich weiß nicht mal so wirklich wie ich es beschreiben soll. Bei mir ist das anders als bei anderen Menschen. Wie wurde es heute so schön gesagt, bei mir ist es eine Einbahnstraße, ich darf mir Sorgen und alles um andere machen, aber ja niemals andere um mich.

Wenn ich nochmal über alles nachdenke, bin ich wirklich komisch und überhaupt nicht einfach. Mit mir wird man es nie einfach haben. Ich bin so ein Buch mit 1000 Siegeln und Seiten. Mich wird wohl niemand so wirklich verstehen, ich kann es nicht mal selbst. Es ist irgendwie lustig, weil ich gerade über mich selber lachen muss und nicht mal weiß wieso.

Zwischenmenschliche Beziehung

Diese Woche haben wir in den Spielerstunden das Thema zwischenmenschliche Beziehung. Natürlich fragt man sich da erstmal was das mit Sucht zu tun hat. Doch wenn man genauer überlegt sehr viel. Denn man hat viele Beziehungen, wie zum Beispiel zu Arbeitskollegen,  Familie, Freunde, Sportkollegen und auch Liebesbeziehung. Durch die Sucht ist da auch sehr viel kaputt gegangen oder war sogar ein Grund zum zocken. Bei mir war es beides. Denn durch das Spielen habe ich viel mehr verloren, weil ich mich zurück gezogen habe. Ich habe mich förmlich desozialisiert. Früher waren mir andere Menschen wichtig, aber in meiner Suchtzeit waren mir alle anderen egal gewesen. Sie haben mich nur gestört und ich habe mir eingeredet das ich sie belaste oder ihre Probleme mir zu viel werden. Schließlich hatte ich so schön mit mir zu kämpfen. Das Zocken hatte mich völlig eingenommen. Ich ließ wirklich jede Beziehung links liegen, sogar die Beziehung zu mir selbst. Ich habe vergessen das mir dieses soziale Kraft gibt. Ich daraus auch was ziehen kann. Dadurch hätte ich auch Wertschätzung erlangt, was jeder auch braucht. Für mich gab es nur Arbeit und zocken. Die Arbeit habe ich immer mit Bravour gemacht und bin ein top Mann in meiner Firma. Aber das habe ich auch nur wegen dem Geld gemacht. Schließlich muss es ja irgendwo her kommen um mein Schatz den Automaten zu füttern. Damit er mir Glück,  Zuneigung, liebe und Entspannung bringen konnte. Ich hatte also nur eine Beziehung zur einer Maschine. Da war nichts menschliches mehr. Ich wurde Gefühlskalt. Also muss ich mir Gedanken machen wie ich das alles wieder auf baue. Ich muss wirklich wieder lernen was es heißt Beziehungen zu führen. Und nicht mehr denken, dass ich nicht mehr Beziehungsfähig bin. Also muss ich mich auch erst einmal neu sortieren. Meine ganzen Beziehungen überprüfen und heraus filtern wer oder was mir gut tut. Was ich wirklich will. Das ist der erste Schritt und ein sehr schwerer. Danach muss ich die verbleibenden Beziehung versuchen zu stabilisieren oder ihnen wieder näher kommen. Denn bei zwischenmenschliche Beziehung gibt es so zusagen drei Kategorien. Einmal die Distanz, wie nah oder entfernt dieses Verhältnis ist. Als zweites die Wertschätzung, wie wichtig die Beziehung ist. Als letztes die Dominanz, welche Partei so zu sagen die Nase vorne hat.

Als Beispiel für mich nehme ich einmal meine eigentliche beste Freundin. Die Distanz zwischen uns ist auch hier unterschiedlich. Denn für mich ist sie normalerweise die einzige Person in meinem Leben, welche konstant ist. Doch bei ihr scheint es nicht so nah zu sein. Wie es sich heraus stellt. Bei der Wertschätzung ist es auch nicht mehr gleich. Ich habe sie viel mehr Wertgeschätzt, weil ich es nicht anders kannte. Doch bei ihr ist sie nicht so hoch. Denn es muss nur nach ihren Bedürfnissen gehen. Ich war nur Mittel und Zweck. Bei der Dominanz sah es anders aus. Ich habe mich immer untergeordnet, weil sie die einzige ist die ich habe. Würde die Freundschaft kaputt gehen, dann habe ich zur Zeit keinen der mich auffängt. Deswegen war ich so abhängig von ihr, was sie auch weis. Aber bei ihr ist es anders. Sie hat immer die Oberhand, weiß ganz genau was sie machen muss um mich klein zu halten. Das ist ganz und gar nicht ausgeglichen. Nichts mit nehmen und geben. Es ist eine Einbahnstraße. Sehr wahrscheinlich hab ich es auch dazu gemacht, weil es mir nicht früher aufgefallen war. Ich musste immer für sie da sein, ihre Probleme stützen, für sie stark sein. Aber bei ihr ist es anders, wenn die Freundschaft kaputt geht, dann hat sie noch ihren Kerl und ihre Familie wer sie auffängt  Ich bin da leicht zu ersetzen. Sie war manchmal halt auch unterbewusst und manchmal bewusst ein Auslöser warum ich zocken gegangen bin. Sie tut mir auf Dauer nicht mehr gut. Denn unsere Beziehung kam dann immer ins schwangen, wenn ich mal eine schwache Phase hatte, denn dann musste es ja leider mal um mich gehen  Doch das wollte sie nicht und es krieselte. Nachdem letzten großen Streit, wollte sie mich sogar aus der Wohnung schmeißen. Ich sollte innerhalb von einer Woche ausziehen. Toller Rückhalt. Da habe ich schon gemerkt das geht nicht, aber ich gab klein bei und versuchte alles mögliche um es wieder hin zu biegen. Es kam alles von meiner Seite. Sie hat das Sagen, weil ich nur der untermieter bin und wir nicht mal ein richtigen Mietvertrag haben. Eine tolle Freundin. Wir sind zur Zeit Natürlich auch zur Zeit zerstritten weil ich in einer schwachen Phase bin. Ich habe sie am Montag gefragt ob sie zu den Angehörigen Seminar am Samstag jetzt kommt oder nicht. Ich hab ihr sogar gesagt das es mir wichtig wäre. Doch von ihr kam ein Nein. Sie will mich auf neutralen Boden treffen. Sie kann nicht hier her kommen und bla bla bla. Es geht halt nur wieder um sie. Als ich gefragt habe wann wir dann reden wollen, kam die Antwort wenn ich draußen bin nach der Reha. Damit sie gut da steht und die Oberhand hat und ich wieder in Verteidigungsmodus gehen muss.

All das ist mir vorher nie klar gewesen, erst nachdem ich mit meiner Therapeutin geredet habe und sie mir die andere Perspektive gezeigt hat. Was jetzt mit ihrem Verhalten sich nur bestätigt. Normalerweise sollte mich das extrem aufregen, wütend oder enttäuscht machen. Aber es ist nicht so. Denn von Tag zu Tag wurde mir alles klarer und ich bin aus der Verteidigung heraus gekommen gegangen. Ich bin selbstbewusster und stärker als je zu vor. Diese Sache mit ihr rührt mich kein Stück mehr, ich bin da wirklich kalt geworden,aber dafür viel klarer im Kopf. Also werde ich mir von hier drin eine Wohnung suchen und gleich in die neue Wohnung ziehen. Das werde ich ihr aber noch nicht sagen, da sie trotzdem noch die jetzige Wohnung gegen mich hat. Und wenn ich es ihr jetzt schon sage, dann denke ich wird sie mich gleich raus werfen und ich weiß nicht wohin mit meinen Möbeln und Sachen. Es klingt grausam aber das Mute ich ihr zu.

Doch um noch etwas anderes zu dem Hauptthema zu sagen. Ich überlege auch ob ich eventuell wieder eine Verbindung zu meinem Vater aufbaue, aber da bin ich mir noch nicht sicher. Das wäre zu viel auf einmal. Denn es ist einfach zu viel passiert zwischen uns und er müsste den ersten Schritt tun. Aber ich interessiere ihn nicht. Wir haben schon seit drei Jahren kein Kontakt mehr oder länger sogar. Ich steh halt wirklich alleine da. Verlassen und einsam im Leben. Es gibt nur noch eine Person die mir Kraft und Mut gibt. Mir zeigt das ich jemand bin und mich auch einfach so mag, ohne das ich was machen muss oder sie was dafür verlangt. Ich hoffe diese Beziehung kann ich wenigstens noch so lange halten bis ich draußen bin und die neue Wohnung habe. Auch wenn ich sie noch nie live gesehen habe. Gibt mir mein Schwarm so viel. Das kann ich gar nicht alles beschreiben. Ich bin dafür auch sehr dankbar. Denn sie hält mein Herz am schlagen für den Augenblick. Wie es weiter geht weiß ich auch nicht. Aber daran will ich nicht denken, zumindest jetzt noch nicht. Doch was sie mir bisher gegeben hat, würde auch reichen um alles alleine durch zu stehen. Denn sie will ich nicht belasten. Sie repariert mein kaputtes Herz und mein kaputten Kopf. Sie macht mich irgendwie wieder zu einem Menschen.

Ein emotionaler Tag

Heute war ein schrecklicher Tag für mich. Ich bin stolz auf mich selbst das ich so stark war. Denn nicht nur das mit meinem Schwarm hängt mir noch im Kopf, sondern auch der eine Mitrehabilitation aus meiner Gruppe. Darüber konnte ich gestern noch nicht sprechen. Ich musste es erstmal für mich behalten. Denn er war seit Mittwoch weg gewesen. Wir alle dachten er macht seine Familienheimfahrt wie nach Plan. Den er uns vorher auch mit geteilt hat. Doch selbst da hätte uns es auffallen müssen, weil er sich eigentlich selbst verraten hat. Doch wir haben es nicht gemerkt. Genauso wenig wie die Wochen vorher. Da hat er sich schon anders verhalten. Doch wir reden manchmal nicht in der Gruppe über unseren wahren Gefühle. Wir alle lassen hier nicht unsere Fassade fallen. Obwohl wir hier genau die Chance dazu hätten. Aber es fällt jeden schwer. Selbst mir, weil man seine eigene Fassade so viele Jahre perfekt aufgebaut hat. Und auch weiß wie man mit ihr umgeht. Selbst wenn sie zwischen drin mal bröckelt, wissen wir wie man sie schnell wieder aufbaut. Dafür sind wir Spieler bekannt. Wir sind die perfekten Schauspieler. Wir können unsere Gefühle sehr gut verstecken und den anderen was vor machen. Doch erstmal weiter. Denn der aus meiner Gruppe hat versucht sich um zubringen,weil er kein Ausweg mehr wusste. Denn die Sucht hat ihn immer noch fest im Griff. Er hat die ganze Zeit heimlich im online Casino gezockt. Er ist zwar wegen online Spielen hier, aber er konnte es nicht kontrollieren. Es gab für ihn kein Ausweg aus dem Teufelskreis. All das wusste ich schon gestern, weil mir es eine Vertrauensperson gesagt hat. Die Person wollte sich auch nur erleichtern und vertraute es mir an. Die Person sagte mir auch was passieren würde mit ihm. Und ich sollte sonst ihm ins Gewissen reden das er es macht, weil es seine einzige und dann letzte Chance ist. Doch von alle dem sollte meine Gruppe erstmal nichts erfahren. Es würde nur mir anvertraut, weil ich stark bin und das verkrafte und auch wahrscheinlich die einzige Person bin, die an ihn ran kommt. Dem er etwas vertraut. Wegen dem ganzen Zeug machte ich mir natürlich große Gedanken. Denn wie oft war ich schon in so einer Situation. Leider zu oft. Ich weiß was einem da im Kopf vorgeht. Wenn der Suizid der einzige Ausweg ist, und man keine andere Möglichkeit mehr sieht. Wie man sich die ganze Zeit selbst zerfleischt und dieser selbst Hass. Diese innerliche Wut gegen sich selbst. Diese eigenen Vorwürfe und Verzweiflung. Dieser innerliche Schmerz. So was versteht auch nur selbst ein Spieler. Denn das letzte Mal, als ich so verzweifelt war. Hielt ich mir schon eine schreckschussrevolver an den Kopf. Zum Glück hab ich nicht ab gedrückt. Und hab die Waffe aus meiner Wohnung entfernt. An der Stelle in meinem Leben war auch alles zu viel. Ich hatte wieder gezockt. Wirklich alles verloren. Mein ganzes Geld und mehr. Ich hatte dadurch auch mehrere verletzt. Doch das war mir egal. Wen ich damit weh tue, weil ich dachte sie wären ohne mich besser dran. Es wäre besser für die Welt, wenn ich nicht mehr existiere. Aus den Schulden und allem komm ich so wieso nicht raus. Auch die Angehörigen und alle anderen werden mich hassen, wenn sie erfahren das ich wieder alles verzockt habe. Ohne mich müssten sie dieses Leid nicht mehr ertragen. Ich sie alle nicht mehr belasten. Für sie wäre es nur ein kurzer Schmerz, doch irgendwann werden sie es verkraften und alle ein neues besser leben führen können. Es sind wirklich schreckliche Gedanken. Doch ein aussen stehender kann das nicht begreifen.

Als der Mitrehabilitant heute wieder kam, erinnert ich mich sofort wie es mir damals ging. Wie klein ich war. Er hatte zwar noch halb seine Fassade aufrecht, doch ich sah in seinen Augen diesen Schmerz und selbsthass. Diese Angst wie es weiter gehen soll. Doch er stellt sich diesen schweren Kampf, dafür Respektiere ich ihn sehr. Das er wirklich dagegen ankämpfen will. Er tat mir wirklich sehr leid. Ich sah auch seine Frau  wie sehr sie auch fertig war. Ich konnte es mir leider nur vorstellen was sie empfindet. Und bewundere sie, dass sie das alles mit durch steht. Als ich ihr das sagte, antwortete sie mir nur, ich liebe ihn. Diese Worte waren so emotional das ich es nicht mal richtig beschreiben kann. Man hat sofort gespürt wie sehr sie ihn liebt. Wie tief diese Verbindung ist. Wie sehr das Herz an ihm hängt. Es ist die wahre Liebe. Bis zu diesem Augenblick wusste ich nicht mal das es wirklich so was gibt. Doch man hörte auch den Schmerz heraus. So viel konnte man aus diesen drei kleinen Worten nehmen und erkennen. Ich sprach mit ihr auch noch weiter. versuchte sie irgendwie auch zu stützen. Denn sie war auch am Boden zerstört. Das will man wirklich nicht jemanden antun. Doch bei den beiden weiß ich  daß sie es schaffen. Meine Handy Nummer habe ich ihr gegeben  weil sie gerade auch keinen hat, mit dem sie über die Sucht und ihre Gefühle reden kann. Ich hoffe ich kann beiden irgendwie helfen. Es ist zwar nicht meine Aufgabe, aber ich kann nicht anders. Dafür bin ich ein zu guter Mensch und mache mir mehr Sorgen um andere.

Doch aus dieser Sache habe ich auch was gelernt. Es war die richtige Entscheidung gewesen diese Beziehung zwischen meinem Schwarm und mir sein zu lassen. Weil ich könnte so etwas keinem Menschen an tun. Auch wenn ich mich damit wieder verschließe. Zumindest meine Gefühle für Liebe. Doch dieses Risiko geh ich lieber ein, das mein restliches Leben einsam bleiben wird. Dafür habe ich aber andere schöne Dinge im Leben wieder erkannt. Für die sich es lohnen zu leben. Denn so wie ich bin oder hin will  liebe ich mich selber. Ich habe dadurch wahrscheinlich mein Glauben an mir selbst wieder gefunden. Dafür bin ich ihr über alles dankbar. Doch ich weiß nicht ob ich mit ihr nochmal in Kontakt kommen kann. Weil mein Herz doch noch für sie schlägt. Ich diese Gefühle niemals verheimlichen kann. Aber meine Angst davor ist zu groß. Ich will sie nicht belasten. Nur wenn ich sie freigebe, dann geht es ihr besser. Und mir irgendwann auch. Obwohl es wahrscheinlich lange dauern wird. Ich will sie lieber so in Erinnerung behalten wie es die letzten Wochen war. Das ist für uns beide besser. Vorallem für sie. In diesem Fall kann.ich noch nicht meine Fassade fallen lassen. Denn es schmerzt mir zur Zeit einfach zu sehr. Und ich lass da lieber die eine Seite von mir gewinnen. Auch wenn ich um sie kämpfen will im tiefsten inneren. Doch es ist wahrscheinlich einfach der falsche Zeitpunkt im Leben. Wie so oft auch. Dafür gibt es nie ein richtigen Zeitpunkt, aber damit habe ich mich abgefunden. Es ist nur schwer, weil mir jetzt wieder ein Part weg gefallen ist. Denn mit ihr war es so toll. Das erste Mal in meinem Leben  dass ich über Gefühle reden konnte und über allen anderen Mist. Ich muss aber lernen alleine damit umzugehen. Deswegen bin ich froh auf einer Seite das es jetzt passiert ist. Hier kann ich mich nämlich neu aufbauen.

Auch das mit meiner besten Freundin ist noch nicht geklärt. Es wäre wahrscheinlich auch hier sinnvoller es sein zu lassen. Das ich mich auf mich selber stützen muss. Wie meine Therapeutin schon zu mir sagte. Ich soll mir Gedanken machen, ob mir diese Beziehung noch gut tut. Doch das stellt sich erst nächstes Wochenende raus. Bis dahin kann ich noch viel nachdenken über alles und versuchen auf mich selbst wieder zu konzentrieren.

Ich bleib ich

Heute ist wieder ein schwerer Tag für mich. Über den Vormittag kann ich Noch nicht reden. Das wird erst morgen dann passieren. Denn dieses unangenehme Geheimnis muss ich noch für mich behalten. Doch darüber wird morgen erst gesprochen.

Was mich gerade noch etwas mehr beschäftigt und Natürlich auch ein Schlag ins Gesicht war, sind meine Gefühle. Es ist das eingetreten was ich schon lange vorher gesehen habe. Mein Schwarm und ich haben uns entschieden nicht so weiter zu machen wie bisher. Das schmerzt mich natürlich  doch meine Güte Seite an mir akzeptiert das. Dafür ist der Engel da. Es war die beste Entscheidung überhaupt. Denn ihre Gefühle für mich waren nur ein Spiegel  was sie vermisst hat und zurzeit gebraucht hat. Denn ihr Herz schlägt für ein anderen. Das wusste ich schon von Anfang an. Auch wenn sie es nicht zugeben wollte. Doch ich bin ihr trotzdem unendlich dankbar. Denn diese Gefühle die ich hatte oder noch besser für sie habe sind echt. Ich wahr die letzten Jahre nur nicht mehr fähig gewesen so was zu empfinden. Ich kannte keine Zuneigung, keine Geborgenheit, keine Wärme mehr im Herz, kein Vertrauen, keine Erregung mehr, kein Glück, keine Freude mehr und auch keine Liebe mehr. Alle positiven Gefühle musste ich neu kennen lernen. Und das das hat sie geschafft. Sie hat mir mein Glauben an mich selbst wieder gegeben. Eine Kraft die man nicht beschreiben kann. Endlich jemand gefunden zu haben mit dem man über alles reden kann. Wo man schwach sein kann. Wo man wieder Träume hat. Wieder Hoffnung sieht. Ich hatte das Gefühl, als wären wir Seelenverwandt gewesen. Solche starken Emotionen habe ich lange nicht mehr erlebt. Ich weiß nicht mal, wann das überhaupt der Fall war. Sie hat mir so viel gegeben. Sie hat sich Sorgen um mich gemacht. Sie hat mir das Gefühl von bekehrtheit gegeben. Sie hat mir unheimlich viel geholfen die nächste Stufe zu erreichen. Ich konnte endlich mal über meine Emotionen und die Gedanken sprechen. Ich habe sie sogar etwas verehrt. Für sie hätte ich beinahe alles gegeben. Und das tue ich auch immer noch. Sie hat ein sehr wichtigen Platz in meinem Kopf und Herzen ein genommen. Ich will sie eigentlich überhaupt nicht gehen lassen. Weil ich weiß was ich ihr bieten kann. Weil ich weiß ich bin besser als er. Ich werde für sie immer da sein. Ich werde es zumindest versuchen, denn sie braucht jemanden der sie auffängt und ihr Kraft gibt. Ihr das Gefühl von Geborgenheit, vertrauen und Zuneigung gibt. Und das nicht nur für kurze Zeit. Der weiß was man an ihr hat und sie Respektiert und nach vorne bringt. Mit ihr gemeinsam schwere Zeiten durch steht und nicht nur die guten. Sie braucht auch jemanden der stark für sie ist. All das könnte ich ihr zwar geben, aber was man liebt lässt man frei. Damit sie sich entfalten kann. Damit sie wirklich glücklich und zufrieden ist. Auch wenn es mich irgendwie trotzdem sehr schmerzt, mach ich es für sie. Denn so bin ich und bleib ich. Ich werde immer erst für die anderen da sein. Und meine Gefühle und Bedürfnisse hinten anstellen. Denn das will ich. Ich will dieser gute Mensch sein. Jemand der für die anderen da ist wenn man mich braucht. Auch wenn es mir selber dreckig geht. Weil ich weiß wie es ist. Ich kenn diesen Schmerz schon zu oft. Ich will nicht das jemand diese Einsamkeit wie ich jemals erleben muss. Diese Schicksale und Enttäuschung. Niemanden zu haben. Nur Hass, Wut, Trauer, Angst, Leid, Schmerz, Verzweiflung, kein Selbstbewußtsein zu haben, nicht gut genug zu sein und Aggression zu spüren. Das man nur auf sich allein gestellt ist.

Doch das bin ich. Alleine auf mich gestellt, ich selbst bin die einzige Person auf dieser Welt der ich vertrauen kann. Es gab bisher auch nur mich alleine und damit konnte ich auch gut leben. So bin ich aufgewachsen und kann es nicht mehr ändern. Ich muss es akzeptieren. Wie sagte so schön meine Therapeutin, dieses Monster in mir muss ich versuchen etwas frei zu lassen. Als ein Teil von mir sehen. Das werde ich auch versuchen. Denn dieses Monster darf zwar niemals komplett wieder raus kommen, doch es hilft mir zu leben. Denn er will nicht das leide, er will mich nur beschützen, er will das es mir gut geht, er will das mir niemand mehr weh tun kann, er sorgt sich um mich und ist für mich immer da. Auch wenn das heißt ich geh wieder ein Schritt zurück. Und verschließe mich wieder etwas vor Gefühlen. Denn wenn ich ihn nicht akzeptiere, dann bin ich wieder er. Der so viele schlimme Dinge gemacht hat. Der nur egoistisch ist und andere Menschen verletzt. Mit ihren Gefühlen spielt, die Schwachstelle von jedem sieht und ohne Rücksicht den anderen Menschen mehr als fertig macht. Er würde die Person psychisch richtig fertig machen und zerstören. Er nimmt keine Rücksicht auf Verluste. Nur er zählt und sonst keiner. Selbst körperlich kann er sich sehr gut wehren. Und dieses Monster darf niemals wieder raus kommen. Vor diese andere Person hab ich selbst Angst, weil ich weiß was ich kann. Deswegen habe ich mich auch entschlossen es weg zu sperren.

Ich weiß jetzt wie ich mit meinen Gefühlen umgehen kann, egal ob es Trauer ist wie jetzt gerade aktuell. Denn mein wahres ich ist viel stärker. Ich lass mich nicht mehr so schnell kränken. Weil diese neuen Gefühle für mich so wieso fremd waren. Und ich nun weiß, dass ich auch ein Herz habe und es auch mal bluten darf. Ich wirklich nicht immer der starke sein muss. Auch wenn ich dieses nach außen immer zeige. Es ist also auch sinnvoll eine kleine Mauer um sich zu haben. Denn erst wenn man sieht das es mir gut geht, wissen die anderen ich kann stark sein und auch mit für sie da sein. Weil ich immer noch ein sehr dickes Fell habe. Und wenn ich mich um andere kümmern kann, dann macht mich das stark und gibt mir auch gleich Kraft  Denn diese Kraft brauch ich um dieses Monster in mir zu bändigen.

Abstinenz Ziele

Heute in der Großgruppe hatten wir ein interessantes Thema. Es ging um die eigenen Abstinenz Ziele. Etwas das jeden süchtigen angeht. Denn jeder Suchtkranke Mensch stellt sich die Frage  warum sollte ich mit mein Sucht Mittel aufhören? Wofür sollte das gut sein? Was bringt mir das? Was für Gründe habe ich dafür?

Diese Fragen stelle ich mir auch wegen meiner Spielsucht. Doch das ist gar nicht so einfach zu beantworten. Denn oberflächlich sag ich mir, dass ich Schuldenfrei sein will. Und das ganze Geld doch nur sinnlos ausgegeben habe. Das stimmt natürlich auch. Es bringt ein auch nichts. Es ist nur Geld verschwendung. Doch das sind nur die finanziellen Gründe  welche für die Abstinenz sprechen. Auch das ich gern später eine Familie haben will und die natürlich ordentlich versorgen will. Das ich auch ein finanzstarker Mann bin. Und meiner Frau und der Kinder später was bieten kann. Ich will sie ja alle auch verwöhnen. Das sie abgesichert sind. Ein Sorgen freies Leben haben. Denn es dreht sich heut zu Tage alles um Geld. Das ist natürlich auch ein Grund für mich. Doch aktuell habe ich nicht mal eine Freundin oder sonst was. Also fällt dieses Ziel fürs erste weg. Ich muss erstmal finanziell wieder gut darstehen. Mich alleine damit belasten und kein anderen damit. Das ist auch ein Grund warum ich keine Beziehung eingehen kann. Auch wenn die Partnerin und ich getrennte Konten und alles haben, würde das zwar gehen. Aber ich könnte es mit mein Gewissen nicht vereinbaren. Doch das ist ein anderes Thema.  Das spielt alles nur in ein weiteres Ziel mit rein. Wenn ich eine Freundin hätte, würde ich es auch für sie machen. Doch das geht natürlich zurzeit auch noch nicht. 

Ich habe aber nicht nur wegen dem Geld gespielt, obwohl das der größte Teil war. Aber ich habe auch wegen anderen Sachen gespielt. Wie zum Beispiel um Entspannung zu erlangen, die Ruhe für mich alleine, auch soziale Kontakte dadurch gepflegt. Dabei konnte ich mal einfach alles vergessen. Es gab keine Probleme in der Spielhalle. Aber ich weiß das ich dadurch sehr viel zerstört habe. Wahrscheinlich sogar einige sehr persönliche Dinge, die sich nicht mehr ersetzen lassen oder reparieren lassen. Wie zum Beispiel eventuell die Beziehung zu meiner besten Freundin. In meiner Suchtzeit habe ich sehr viel gelogen und  verheimlicht.  Ich habe das Vertrauen zerstört zu einigen. Die Gefühle verletzt von vielen Leuten. Einfach nur weil ich nicht wirklich ich war. So viele Dinge habe ich vernachlässigt. Ich hatte kein wirkliches Leben mehr. Manchmal war ich sogar ein richtiges Monster gewesen. Doch was ich am meisten dadurch verloren habe, bin ich selbst. Ich habe meine Gefühle verloren, kein wirklich klaren Kopf mehr gehabt. Ich war eigentlich innerlich Tod. So das ich schon öfter Suizid Gedanken hatte und einmal sogar eine präparierten geladene Schreckschussrevolver in der Hand hatte. Ich wollte abdrücken, doch konnte es nicht. Doch das war nicht das einzige. Wie hofft stand ich schon irgendwo ganz oben und dachte jetzt springst du einfach. Oder du wirfst dich vor der Bahn. Es waren schreckliche Gedanken. Und diese möchte ich nie wieder haben. Auch wenn ich sonst kein großartig habe, den Gefallen tue ich der Menschheit nicht. Ich will Leben.

Ich habe viel Mist gebaut. Wie oft musste ich wegen der Zockerei schon Hunger leiden. Ich musste mal zehn Tage mit 4 solchen billigen Reisbeuteln überleben. Diesen Hunger und Qual will ich auch nie wieder erleben.

Ein anderer Grund ist wirklich meine Persönlichkeit. Ich bin eine starke Person. Die viel ab kann, die den Menschen auch helfen kann. Ich bin viel sozialer ohne mein Sucht Mittel. Oder kann wieder anderen zuhören. Für sie da sein. Ich bin jetzt gerade eine viel bessere Person.

Ich möchte mein Selbstvertrauen wieder behalten. Mich wieder auf die schönen Dinge auf der Welt erfreuen.

Ich möchte auch endlich wieder mal fühlen. Allgemein wieder Gefühle zulassen zu können. Ich möchte keine Maske mehr tragen. Ich möchte ein gesittetes Leben haben. Mehr aus mir machen.

Ich habe so viele Gründe um Abstinent zu bleiben. Doch ich weiß auch, dass sich diese in Zukunft wieder ändern werden. Auch wenn es Jahre dauert. Aber ich muss mir immer wieder neue Ziele setzen.

Doch damit erstmal genug wegen meinen Zielen. Was mich immer noch beschäftigt sind meine Gefühle und Gedanken. Egal in welcher Beziehung hin. Wie zum Beispiel die Beziehung zu meiner besten Freundin. Welche gerade sehr schwer ist und belastet. Und ich nicht weiß ob sie mir noch gut tut.

Die andere Beziehung wäre zwischen meinem Schwarm und mir. Ich habe eigentlich sehr sehr starke Gefühle für sie. Aber ich weiß nicht wohin sich das entwickelt und ob ich es schaffe. Dafür mach ich mich meist selbst zu schlecht. Es ist manchmal schwierig, weil ich immer noch Angst vor einigen Sachen habe.